Sex bei Big Brother
Also als ob diese Serie nicht eh schon blöd genug wäre, aber das ist wohl der Grund warum da jetzt Pornosternchen einziehen. Sind sie dann wieder raus, werden sie immer noch Live angefahren. Es muss doch was dran sein, Sex verkauft eben. Auch Zuschauerzahlen. Offensichtlich darf man da mal so richtig seine Schaulust auskosten und nackte Haut bewundern. Was solls, alles andere ist im Fernsehen eh verboten. Wobei ich meine dass diese massive Begafferei in einem Haus auch schon ein wenig pervers ist. So gibt man allerdings noch Leuten mit Stalker-Mentalität eine Chance mit ihren aufdringlichen Neigungen real zurecht zu kommen.
Porno nicht schaedlich fuer Jugendliche
Das hat ein Leipziger Sexualforscher in einer Expertise für die Huch Medien GmbH geschrieben, welche heute veröffentlicht wurde. Im Gegenteil, das allgemeine Pornoverbot, welches einige Politiker gerne hätten, habe die gegenteilige Wirkung. Denn durch das Verbot würden Pornos erst interessant.
Eigentlich haben wir das ja schon immer gewusst. Ansonsten würden wohl viel mehr Erwachsene als frauenverachtende Vamps durch die Gegend laufen. Das Sex am besten in einer einvernehmlichen Partnerschaft stattfindet, lernen diese Jugendlichen auch. Aber das ist wohl nicht gemeint. Die Angst das jemand durch einen Pornofilm sittlich “entgleist” ist wohl eher die eigene Scham, die einem selbst anerzogen wurde. Den “idealen Sex” gibt es nicht, den muss sich jeder selbst erarbeiten. Und dazu braucht es eine offene und unverklemmte Sexualerziehung und kein Verbot von Bildern der menschlichen Sexualität.
Der Staat hat aus diesem Erziehungsgebiet seine Flossen zu lassen, meine ich.
Es geht nicht um Gewalt oder Missbrauch, es geht um eine normale gesunde Sexualerziehung. Dazu braucht es erst einmal den eigenen menschlichen Umgang mit Sex. Da haben nicht nur unsere Politiker einiges aufzuholen.
Fette Frauen
Eine Amerikanerin will die dickste Frau der Welt werden, die fetteste Mutter ist sie wohl schon.
Perverser gehts wohl nicht. Während der “Wohlstandsspeck” uns und unsere Kinder krank macht, gehen ungefiltert solche idiotischen Ideen über den Ticker. Die Nachrichtenagenturen scheinen auch zu fett zu sein, dass nicht wichtiger Dinge zuvorderst gemeldet werden. Unbesehen mögen viele Männer fette Frauen, aber gesund sind diese Männer vielleicht auch nicht wirklich. Zumindest nicht im Kopf. In den USA leiden schon Jugendliche an Leberzirrhose weil sie viel zu fett essen und vor allem zuviel FastFood.
Vielleicht ist es ja bequemer sich mit dem ganzen Fett abzufinden statt etwas wirklich gesundes für seinen Körper zu tun. Sex verbrennt auf jeden Fall Kalorien, also kann da soviel auch nicht mehr stattfinden.
Topmodelle Superstars
Die Glamour und Glitzerwelt hat überall Einzug gehalten. Statt Schönheitswettbewerbe werden Topmodels Wettbewerbe in Stöckelschuhen abgehalten, Leute im Fernsehen lächerlich gemacht, der Bodyindex mit dem man vielleicht gesunde Sternchen erzieht missachtet und noch einige andere Dinge die eine eigene Überschrift verdienen. Klar, welches pubertierende Girl träumt nicht davon auf dem Laufsteg Millionen zu machen und immer das neueste und chickste der Mode um sich zu haben. Aber müssen solche Volksverblödungen sein? Ich meine die Fernsehwelt hat sich in den letzten Jahren durch den “Zuschauergenerated Content” mehr zu Proletensendern mutieren lassen. Statt echter Informationen wird die Spanner und Voyeureigenschaft eines jeden Einzelnen hervorgeholt und damit werden Sendungen und Geschäfte gemacht. Da ist Big Brother wohl der Vorläufer gewesen. Diese Sendung finde ich inzwischen wirklich widerlich und diese Biggest Looser Geschichte setzt fast noch einen oben drauf. Aber der Zuschauer will es offensichtlich?
Amateurgirls
senden mit ihren Livecams im Internet. Wer will schon die Pornostars fürs echte Leben? Die schaut man sich mal an um zu gucken was vielleicht schön sein kann, aber ein Amateurgirl Casting ist schon interessanter. Wo gibt es die eigentlich im Fernsehen? Der Betrachter stellt sich sicher die Girls in den Casting-Shows auch nackt vor
. Sicherlich bleibt das eine oder andere Girls für die Pornoindustrie übrig, obwohl man sich auf dem Gebiet heute gut selbst promoten kann. Obwohl es geht auch umgekehrt, so manches Girls will von ihren Pornofilmen nichts mehr wissen sobald sie mal eine Misswahl gewinnt und Model-Verträge haben will. Es erfordert also schon reiflich Überlegung sich nackt zu zeigen, auch hier greift die Doppelmoral voll durch. Aber wen interessierts.
Sex und Schlampen
Was ist eine Schlampe? Wenn man dem normalen Sprachgebrauch glauben darf hat diese Bezeichnung mit einer leichtlebigen Dame nicht mehr viel zu tun, sondern ist vielmehr Ausdruck einer neuen abfälligen Lesart einer weiblichen Konkurrentin oder noch landläufiger “einer dummen Kuh”. Wobei eigentlich schon wieder auffällt das ein Ausdruck in diesem Sinne für einen Mann nicht neu erfunden wurde. Soziologisch betrachtet interessant, finde ich. Warum werden in jeder Generation neue Titulierungen diskriminierender Art für Frauen erfunden, und für Hurenboecke nicht?
Private Pornos
sollen viel mehr im Trend sein als professionelle Porno-Produktionen. Da kann sicher was dran sein, schliesslich ist die Qualität der Videos die man heutzutage privat drehen kann fast genauso gut anzusehen und anzuhören wie die Billigproduktionen und die Softpornos die der Erwachsene Deutsche im Fernsehen sehen darf. Und die ganzen Pornoshows spielen sich im privaten Bereich ab in dem doch vielleicht weniger von Profis gestöhnt wird und man noch das Gefühl hat dass es echt ist was da vorgeführt wird. Auf privaten Portalen kann man dazu noch gleich Kontakt mit den Pornofilmemachern aufnehmen und so feststellen was andere Leute so beim privaten Porno anstellen. Meist sind auch die Cams mit den Videos verzahnt so dass man seine Neugier online wie offline befriedigen kann.
Eva ist schuld?
Das hat mir gerade gefallen. Evas Sündenfall im Paradies ist schuld dass ich als Frau keine Pornos mögen darf. Sicher ein Gedanke der in kirchlich betonierten Köpfen einen Eklat auslöst. Aber nicht nur dort, sondern auch bei den Hardcore Feministinnen, die eloquent Pornografie an sich verteufeln weil diese nach deren gebetsmühlenartiger Argumentation ein diskriminierendes Frauenbild vermittelt. Denkt man das Ganze mal rückwärts durch fehlt eigentlich das Männerbild welches Frauen haben müssten, sollten oder auch könnten. Demnach müssten Männer die sexrünstigen Monster sein welche nur danach trachten eine Frau mal richtig durchzuvögeln und diese unheimlichen Triebe müssen in Zaum gehalten werden, koste es was es wolle. Frauen haben demnach nur das Interesse zu schmusen, ihren Nachwuchs zu versorgen und den sexbesessenen Mann in Zaum zu halten. Schliesslich sichert die Eindämmung des männlichen Triebes das Einkommen der Ehefrauen. Daher fühlen sich wohl auch viele Ehefrauen mit diesem Männerbild durchaus wohl und verteufeln die Pornografie als Feind und die Frauen die in Pornos mitspielen erst recht. Schmutziger Sex als Feindbild, wie einfach die Welt doch manchmal sein kann und wie einfach man Sex und Gewalt erklären kann. Man muss nicht darüber nachdenken ob man vielleicht mit seinem eigenen verschrobenem sexuellen Selbstbild Gewalt und Missbrauch fördert. Nein, auf keinen Fall.
Pornos fuer Frauen
Ein eigentlich nicht vergessenes Thema, aber irgendwie setzt es sich nicht wirklich durch. Auch wenn Bücher darüber geschrieben werden wie das jüngste in dieser Reihe von Erika Lust.
Man muss nicht besonders schlau sein um sich auszurechnen dass dieses Buch wohl eher die Männer kaufen werden als Frauen. Diejenigen Frauen die sich dieses Buch kaufen sind sowieso schon Erotikaffin und haben mit ihrer Sexualität wohl weniger Probleme als Frauen die den Geschlechtsakt am liebsten im dunklen unter der Bettdecke über sich ergehen lassen anstatt aktiv ihr ureigenes erotisches Leben zu gestalten. Ich habe noch nie ein Problem in dem vorherrschendem Rollenbild in “normalen Pornofilmen”. Manchmal will ich es eben auch ordentlich besorgt bekommen, genauso wie es in “Pornos für Männer” gezeigt wird. Es ist Entertainment für einen vorhandenen Markt, nichts weiter. Wollten Frauen andere Pornofilme würden sie mehr davon drehen, oder auch Männer würden andere Arten von Pornofilmen drehen wenn diese denn gekauft werden würden. Solange Feministinnen mit der Parole “Pornografie ist mit der Emanzipation nicht vereinbar” schwanger laufen, werden auch Frauen weiter mit dieser Schere im Kopf ihre Sexualität leben und damit den Männern nicht klar machen dass sie auch andere Pornofilme kaufen würden, wären diese Filme denn den Frauen angepasster. Es herrscht immer noch die “Entweder Oder Parole” vor, bist du für Pornos, bist Du gegen Frauen, bist gegen Pornos bist Du für Frauen – oder doch einfach nur verklemmt?
Sex und Unterhaltung
passen wohl nicht recht zusammen bei unseren Gerichten und in vielen Köpfen. Das Bundesverfassungsgericht hat eine Beschwerde nicht angenommen in der es eigentlich darum ging die Kriminalisierung von Entertainment in Sachen Erotik und Sex zumindest zu entschärfen. Wer es noch nicht so genau wusste, in Deutschland kann für veröffentlichte Nacktbilder von Erwachsenen in den Knast. Nun hat niemand das Interesse Pornofilme und Nacktbilder einfach so Jugendlichen zugänglich zu machen, genauso wenig wie Blutdurchtränkte Actionfilme. Auch diese muss man bezahlen wenn man sie ansehen will. Genauso wie Pornos, die allerdings noch strenger “beaufsichtigt” werden, obwohl hier wohl eher die Erziehungsberechtigten gefragt sind die auf ihre Nachkömmlinge moralisch aufzupassen haben. Kurz gesagt wer Blut und Gewalt sehen will muss sich nicht nochmal als Erwachsener ausweisen, aber bei Pornos schon. Seelisch aufwühlende Filme die in keinem Fall für Jugendliche geeignet sind werden im TV ausgestrahlt, aber ein simpler Geschlechtsakt darf nicht allgemeinen zur Erwachsenen-Unterhaltung zählen. Wer diese ohne nochmalige Kontrolle zum Beispiel nach dem Kauf eines Internetzugangs, den i.d.R. auch nur Erwachsene erhalten, Erwachsenen zur Verfügung stellt, macht sich strafbar. Man kann nun geteilter Meinung sein ob Sex und Pornos als Unterhaltung für Erwachsene geeignet sind oder nicht, genauso kann man das für andere Inhalte sein. Aber warum wird nackte Unterhaltung stigmatisiert und kriminalisiert und andere nicht? Warum muss man als Pornodarsteller etwas sicherstellen was garnicht sicherzustellen ist? Nur weil es nackte Leute und Sex sind die man mit einem Klick auch auf anderen Seiten weltweit findet? Weiter gedacht müsste das restliche Europa ein einziger Sündenpfuhl sein, denn dort reicht es zum Beispiel eine Kreditkarte zu haben um nackte Frauen und Paare sehen zu dürfen. Wer als Erwachsener nicht auf seine Kreditkarte und die Abbuchungen achtet, wird wohl auch nicht darauf achten was der Nachwuchs ansonsten konsumiert. Sogar im ansonsten puritanischen Spanien gibt es nachts Pornofilme im öffentlichen Fernsehen. Schliesslich ist das auch Entertainment und Eltern haben dafür zu sorgen dass ihre Kinder nur das zu sehen bekommen was sie auch verkraften. Sexuelle Gesinnungskontrolle war schon immer ein Mittel das Volk an der Leine zu halten.






